Frauen als Terroristen : zur Besinnung auf das soziologische Paradigma

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/183171
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1831715
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-124485
Dokumentart: Wissenschaftlicher Artikel
Erscheinungsdatum: 1978
Sprache: Deutsch
Fakultät: Kriminologisches Repository
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Inhaltszusammenfassung:

In der BRD sind Frauen aus den höheren Schichten unter den Terroristinnen im Vergleich zur übrigen Frauenkriminalität überrepräsentiert. Hier werden Überlegungen angestellt, welche Ziele bei den Terroristinnen handlungsleitend sein könnten. Ausgegangen wird vom selbstformulierten Sinn des Handelns durch die RAF, der nicht frauenspezifisch, sondern auf die potentielle Gewalt von gewaltsam Unterdrückten gerichtet ist. Worin hat diese politische Fehleinschätzung ihre Ursachen? Möglicherweise in der Orientierung von Terroristen auf emanzipatorische Interaktion anstelle von Sicherheit wie bei der übrigen Bevölkerung. Macht bürgerliche Sicherheit aufgeschlossener für Interaktionsforderungen? Sind Frauen stärker subjektivistisch orientiert als Männer? Vergleiche mit Zielen der Frauenbewegung legen diesen Schluß nahe, zeigen allerdings auch die Unterschiede zwischen beiden Formen des Konfliktlösungsverhaltens auf, die häufig diffamierend unterschlagen werden.

Abstract:

Among the terrorist groups in the Federal Republic women from the upper classes are overrepresented. Which aims do these women have? Their self-unterstanding is not feministic but directed to the potentially revolutionary violence of oppressed people. This political wrong assessment may have its causes in demands that differ from those of the other population who are more orientated on Security demands than on interactional demands like the terrorists were originally. Does the economic stabilization of upper classes strengthen that Orientation among young people, are women in general more interested in personal relations than men? The comparison of terrorist aims and those of the women’s movement shows similarities in Orientation on the subject but also great differences which are neglected by those who defame the women’s movement as one origin of terrorism.

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