Inhaltszusammenfassung:
In der BRD sind Frauen aus den höheren Schichten unter den Terroristinnen im Vergleich zur übrigen Frauenkriminalität überrepräsentiert. Hier werden Überlegungen angestellt, welche Ziele bei den Terroristinnen handlungsleitend sein könnten. Ausgegangen wird vom selbstformulierten Sinn des Handelns durch die RAF, der nicht frauenspezifisch, sondern auf die potentielle Gewalt von gewaltsam Unterdrückten gerichtet ist. Worin hat diese politische Fehleinschätzung ihre Ursachen? Möglicherweise in der Orientierung von Terroristen auf emanzipatorische Interaktion anstelle von Sicherheit wie bei der übrigen Bevölkerung. Macht bürgerliche Sicherheit aufgeschlossener für Interaktionsforderungen? Sind Frauen stärker subjektivistisch orientiert als Männer? Vergleiche mit Zielen der Frauenbewegung legen diesen Schluß nahe, zeigen allerdings auch die Unterschiede zwischen beiden Formen des Konfliktlösungsverhaltens auf, die häufig diffamierend unterschlagen werden.