Comprehensive validation of fasting- and oral glucose tolerance test-based indices of insulin secretion against gold-standard measures

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Zitierfähiger Link (URI): http://hdl.handle.net/10900/172300
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1723009
http://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:21-dspace-1723009
http://dx.doi.org/10.15496/publikation-113625
Dokumentart: Dissertation
Erscheinungsdatum: 2025-11-17
Sprache: Deutsch
Englisch
Fakultät: 4 Medizinische Fakultät
Fachbereich: Medizin
Gutachter: Wagner, Robert (Prof. Dr.)
Tag der mündl. Prüfung: 2025-10-28
DDC-Klassifikation: 610 - Medizin, Gesundheit
Freie Schlagwörter: Betazellen
Prädiabetes
Diabetes
Insulinsekretion
Glukosetoleranztest
Insulin secretion
Beta-cell function
Oral glucose tolerance test
Intravenous glucose tolerance test
Hyperglycemic clamp
GLP-1–stimulated insulin secretion
Surrogate indices of insulin secretion
GLP-1
OGTT
IVGTT
Prediabetes
Type 2 diabetes
Lizenz: http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=de http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/doku/lic_ohne_pod.php?la=en
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Inhaltszusammenfassung:

Typ-2-Diabetes ist eine durch Hyperglykämie definierte Krankheit, die aus einer Kombination von beeinträchtigter Insulinwirkung und Insulinsekretion resultiert. Die Heterogenität des Typ-2-Diabetes wird hauptsächlich durch eine Dysfunktion oder einen Rückgang der Betazellen in den Langerhans-Inseln des Pankreas bestimmt. Daher ist die Messung der Insulinsekretion entscheidend, um die Heterogenität des Typ-2-Diabetes zu verstehen sowie den metabolischen Zustand vor seiner Manifestation, der als Prädiabetes bezeichnet wird. Viele Studien wurden durchgeführt, um Subgruppen von Diabetes und Prädiabetes zu identifizieren. Da die Insulinsekretion eine Schlüsselrolle beim Verständnis der Heterogenität von Diabetes und Prädiabetes spielt, erfordert die Identifizierung von Subgruppen zuverlässige Surrogatindizes für die Betazellfunktion. Eine genaue Messung der Insulinsekretion erfordert aufwändige Untersuchungen wie die Durchführung eines hyperglykämischen Clamps oder eines intravenösen Glukosetoleranztests (IVGTT). Da die Durchführung dieser Untersuchungen in großen Kohorten und in der klinischen Routine nicht machbar bzw. sehr aufwändig ist, ist der Einsatz einfacherer Surrogatindizes notwendig. In dieser Studie wurden mehrere, früher eingeführte Indizes, die aus Nüchternblutproben und oralen Glukosetoleranztests (OGTT) abgeleitet wurden, validiert und mit Goldstandard-Methoden wie dem hyperglykämischen Clamp und dem IVGTT verglichen. In der vorliegenden Studie umfasste der Ansatz des hyperglykämischen Clamps auch eine Glucagon-Like Peptide-1 (GLP-1)-Infusion, die eine Bewertung eines spezifischen Aspekts der Insulinsekretion ermöglichte. Um die Korrelation von Goldstandard-Messungen mit Surrogatindizes zu beschreiben, wurden die Korrelationskoeffizienten nach Pearson und Spearman verwendet. Die Indizes wurden separat in verschiedenen Untergruppen der Glukosetoleranz und in der „Tübingen Family Study“ analysiert. Mit der Verschlechterung des Glukosestoffwechsels von normaler zu beeinträchtigter Nüchternglukose, beeinträchtigter Glukosetoleranz und letztendlich zu Diabetes, nimmt die Betazellfunktion ab. Daher kann der Vergleich von Surrogatindizes zur Bewertung der Betazellfunktion in verschiedenen Gruppen nach Glukosetoleranz Einblicke in die Fähigkeit der Indizes geben, die Glukosetoleranz und die Progression zum Typ-2-Diabetes vorherzusagen. Darüber hinaus ergibt sich daraus ein besseres Verständnis für die Aussagekraft der verschiedenen Indizes der Insulinsekretion in unterschiedlichen klinischen Kontexten. Die Ergebnisse zeigten, dass die meisten Surrogatindizes signifikante und robuste Korrelationen mit den Goldstandard-Messungen aufwiesen. Insbesondere Indizes wie AUC (I0-30)/AUC (G0-30), I30/G30, erste Phase Stumvoll und Kadowaki-Modell zeigten außergewöhnlich hohe Korrelationen (r > 0,6, p < 0,05) sowohl bei Insulin- als auch bei C-Peptid-Messungen und bestätigten damit ihre Zuverlässigkeit. Diese Indizes haben hohe Korrelationskoeffizienten mit Variablen, die sowohl aus Insulin- als auch aus C-Peptid-Werten von IVGTT und hyperglykämischem Clamp gewonnen wurden. Die stärkste Assoziation mit GLP-1-stimulierter Insulinsekretion wurde für AUC (I0-120)/AUC (G0-120), BIGTT-AIR0-60-120, I30/G30, erste Phase Stumvoll und AUC (I0-30)/AUC (G0-30) beobachtet. Diese Indizes spiegeln die physiologischen Effekte von GLP-1 auf die Insulinsekretion zuverlässig wider. Damit erweitert die Studie unser Verständnis dafür, wie der OGTT für nuanciertere Bewertungen der Betazellfunktion in Reaktion auf GLP-1 verwendet werden kann. Die Studie erlaubt eine umfassende Bewertung mehrerer Surrogatindizes der Insulinsekretion gegenüber Goldstandard-Methoden und bietet damit eine wertvolle Grundlage für die Auswahl optimaler Biomarker der Insulinsekretion in klinischen Studien. Dies unterstützt eine präzisere Bewertung der Insulinsekretion zur verfeinerten Beschreibung der Heterogenität des Prädiabetes und des Typ-2-Diabetes.

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